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Picknick am Valentinstag SZ Cinemathek

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PICKNICK AM VALENTINSTAG.
  • 11 Bewertungen: 4.0




Picknick am Valentinstag - SZ - Cinemathek

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So soll Kino sein
Diesen Film, der irgendwann in den Siebzigern entstanden ist habe ich Anfang der 80er im Spätprogramm im TV gesehen und war hin und weg.

Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit wieder auf diesen Film gestoßen und betrachte ihn immer noch als ein cineasti-
sches Meisterwerk.

Grob umrissen: Die Handlung ist im Australien der viktorianischen Epoche angesiedelt. Mittelpunkt ist ein Mädchenin-
ternat. Als Höhepunkt der Schülerinnen steht ein Ausflug zu der bekannten, geheimnisumwitterten Felsformation in
Australien an.

Bei diesem Ausflug werden drei Mädchen auf rätselhafte Weise verschwinden. Wer hier aber einen Krimi erwartet, der
wird seine Erwartungen nicht erfüllt sehen. (im positiven Sinn).



Schon von Beginn der ersten Szene, die nur die Mädchen bei ihrer morgendlichen "Toilette" beobachtet, spürt man als Zuschauer, dass sich unheilvolle Ereignisse ankündigen.

Die Ausstattung vermittelt eine wunderbar authentische, in diese Zeit angesiedelte Atmosphäre. Angefangen von der Re-
quisitenausstattung, der Optik der Darsteller bis zur Form der Sprache und Kommunikation der Protagonisten unterein-
ander.

Lange Kameraeinstellungen, mit einem Licht, das ein bischen an überbelichtete Filme erinnert, wird eine Studie der
Hauptprotaginisten eingefangen.

Das Mystische und Geheimnisvolle wird sensationell durch Panflötenmusik untermalt, die schon zu Anfang etwas Dra-
matisches hat.

Die Requisiten, die Sprache der Darsteller, die optische Ausstattung der Schauspieler vermittelt ein authentisches
Lebensgefühl der viktorianischen Zeit, die geprägt war durch bigotte Sittenstrenge, Pflicht-und Ehrgefühl.

Vorallem die Internatsleiterin verkörpert diese Attribute hervorragend und bildet das gegenteilige Pendant zu den
schönen, jungen Mädchen, deren Neugierde auf das Leben und die Liebe in romantisch verklärten Vorstellungen im Zen-
trum ihres Daseins stehen.

Aus dem Blickwinkel des eigenen Lebens als Zuschauerin wirkt diese Vorfreude der Mädchen auf den angekündigten Aus-
flug befremdend und spannend zugleich, vermittelt es diese unglaubliche "Enge", mit der sich die damalige Generation
der Frauen abfinden mußte.

Zentral ist hier die Szene zu erwähnen, das die Schülerinnen die Erlaubnis erhalten, auf Grund der großen Hitze die
Handschuhe ausziehen zu dürfen.

Gerade weil der Film beobachtet, stille Dialoge verfolgt, ist er für mich so spannend.

Damit fängt er authentisch die drückende Hitze eines Ausflugsnachmittags ein mit Menschen, die sich damals durch Le-
sen, Beobachten der Natur und Gesprächen unterhalten haben.

Kein tragbarer CD Player, keine Tageszeitung, kein Handy, noch nicht einmal die Möglichkeit einem Badevergnügen nach-
gehen zu können.

Einerseits die zwangsweise "verordnete" Langeweile und andererseits die damalige Fähigkeit mußevoll sich selbst zu
genügen und in phantastischen Tagträumereien zu schwelgen.

Heute habe ich meine Interpretation für den Film gefunden.

Das Verschwinden der Mädchen steht als Metapher für den Ausbruch, für die Flucht aus dieser Enge von Vorschriften und
Moralvorstellungen, die diese Generation der Frauen und Mädchen damals ertragen mußten.

Für mich ist das einer der faszinierensten Filme, die ich kenne. Er hat das was gutes Kino ausmacht.

Keine Vorhersehbarkeit, atmosphärische Dichte, lange Filmsequenzen, die einer Szene Zeit geben zu wirken, phantas-
tische passende Musik und hervorragende Darsteller.

Wobei besonders die Internatsleiterin und die Rolle der etwas fülligeren Schülerin heraussticht. (habe leider den
Namen vergessen).

Wer einen Film im klassischen Krimigenre der Jahrhundertwende erwartet möge auf diese DVD verzichten.

Wer aber großes anspruchsvolles Erzählkino mit der Bereitschaft selbst Antworten zu finden sehen will, sollte in je-
dem Fall zugreifen. MEISTERWERK !!!





 
  Ein geheimnisvolles Filmerlebnis!
Mein absoluter Lieblingsfilm. Die Mystik der australischen Landschaft und die spannende, geheimnisvolle Handlung läßt einen bis zum offenen Ende des Films nicht mehr los. Habe den Film schon Xmal gesehen und konnte bis heute nicht herausfinden, was tatsächlich geschah. Einfach sehenswert!!
 
Mystisch
Der Film ist sehr mystisch und teilweise nicht ganz verständlich, zumal das Verschwinden der Mädchen nicht aufgelöst wird. Die Bilderwelten und die Musik machen den Film atmosphärisch und teilweise beklemmend. Wenn man Action erwartet, sollte man den Film nicht kaufen. Er lebt vielmehr von den Bildern, der Musik und porträtiert das puretanische Zeitalter. Guter Film.
 
  Das Unheimliche
Also dieser Film hat mich sehr begeistert, obwohl ich seine merkwürdige Faszination auch nicht 100%ig erklären kann. Die Geschichte mit den verschwundenen Internatsschülerinnen im Australien am Anfang des 20 Jahrhunderts, habe ich auch erst für authentisch gehalten, möglicherweise hat das dazu beigtragen, dass ich mir den Film auch ein bißchen als Gruselfilm angucken konnte. Die Stimmung des Unheimlichen, ja Numinosen prägt diesen Film. Die Hanging Rocks wirken als hätten sie Gesichter, man erwartet, dass die unheimliche Spannung irgendwie aufgelöst wird, sei es durch Ausserirdische oder uralte Naturgeister, die die Erde auftun...aber nichts dergleichen.. Tja, viele werden sich mir nicht anschließen können, und den Film gleich mehrmals angucken, sondern vielleicht eher wie der Verleiher reagieren, der seine Kaffeetasse nach Ansehen des Films an die Leinwand warf, ob der vertanen Zeit. Zeit ist überhaupt ein wichtiger Faktor, in diesem Film, der teilweise sehr langsam, was nicht heißen soll langatmig, ist. Die Panflöte hat mich auch überhaupt nicht gestört, sie passt hier hervorragend und wirkt weder kitschig noch übertrieben esoterisch. Die Tatsache dass die Geschichte in Australien spielt, verleiht der Story die Möglichkeiten des Unentdeckten, des geheimnisvollen Kontinents, wo die Europäer vielleicht gar nichts verloren haben.. Ein großer Film, den vielleicht nicht jeder mag. Muss ja auch gar nicht..
 
Geheimnisvoll oberflächlich und tiefgründig langweilig
Der Film ist zu keinem Zeitpunkt unterhaltsam oder interessant, sondern eine einzige Aneinanderreihung von Schwächen.
Die technischen Fehler sind Sequenzen, in denen die Tonspur für ein paar Sätze von Deutsch auf Englisch wechselt - ohne Untertitel. (Folge vom Director's Cut?)
Optisch ist der Film so weich gezeichnet, dass man ständig versucht ist, die Schärfeneinstellung am Fernseher zu regulieren oder aber Angst hat eine Brille zu brauchen.
Die Musik ist teilweise so laut, dass die Dialoge fast nicht mehr zu verstehen sind. Hinzu kommt, dass die vielfach verwendete Panflöte extrem nervig ist und überhaupt gar nicht zum Film, der Umgebung oder gar der Atmosphäre passt. Eine glatte 6 für diese Idee.
Zu nennen sind auch noch die langweiligen schauspielerischen Leistungen.

Am schlimmsten ist aber die Geschichte selber, denn diese strotzt nur so vor Löchern in der Darstellung:
Eine wirre Erzählweise und inhaltsleere Dialoge, welche die Geschichte nicht voranbringen, sind für den Film kennzeichnend. Das einzig Mysteriöse, Traumatische und Gruselige am Film ist, dass kein einziger der angedeuteten Handlungsstränge zu irgendeinem Ergebnis gebracht wird.
Hier wird man Zeuge einer Konzentration auf Aspekte, die der Zuschauer überhaupt nicht erwartet und die ihn vermutlich auch nicht interessieren!
Wenn in der Werbung (und im Trailer) der Fokus auf das Verschwinden von 3 Schülerinnen an einem geheimnisvolle Berg und die Suche nach ihnen gelenkt wird, dann sollte es in dem Film auch im Schwerpunkt darum gehen. Von der Suche wird aber praktisch fast nichts gezeigt! Obwohl man weiß, wo die Mädchen verschwunden sind und sich oben auf dem Berg auch Höhlen ins Innere befinden, kommt scheinbar niemand auf die Idee in den Höhlen mal zu suchen! Besonders merkwürdig, da man eine der Schülerinnen genau dort vor einer Höhle findet.

Bei dem Film handelt es sich sogar um den Director's Cut! Normalerweise sind solche Filme aussagekräftiger, weil der Regisseur seine umgesetzten Ideen komplett im Film zeigen darf. Peter Weir hat (später) immerhin Filme gemacht wie "Der einzige Zeuge", "Der Club der toten Dichter", "Die Truman Show" sowie "Master and Commander". Erklärt oder geklärt wird in diesem Film jedoch rein gar nichts! Obwohl es kaum zu glauben ist, sind die Dialoge so dermaßen inhaltsleer und streckenweise sogar wirr und geradezu dämlich, dass man den Film auch problemlos mit Tonstopp gucken könnte - der Zuschauer würde nichts verpassen! Die Deleted Scenes unter den Extras komplettieren die Verwirrung und Sinnlosigkeit des Films sogar noch.
Also was soll dieser Film aussagen?! Das der Zuschauer am Ende ebenso schlau ist und genauso viel Informationen hat wie die Leute, die davon in der Zeitung lasen?

Es ist auch kein "Frauenfilm", denn meine (romantisch veranlagte) Freundin fand den Film genauso langweilig, nichts sagend und belanglos. Dass man in die Bilder eines Films alles Mögliche und Unmögliche (und Unnötige!) wild und haltlos hereininterpretieren kann, wenn der Film sonst von den Dialogen und der "Handlung" nichts hergibt, zeigen mir die sehr verschiedenen Rezensionen der Zuschauer, die den Film als positiv bewertet haben.
Wir hoffen inständig, dass wir damit bereits jetzt Anfang Januar den langweiligsten Film im Jahr 2007 gesehen haben. Der Film taugt nur als Ersatz für Schlaftabletten!

PS
Geschmäcker sind verschieden - so auch bei diesem Film. Aber man sollte möglichen Interessenten wenigstens klar und deutlich sagen, was sie erwartet, wenn sie den Film sehen wollen. Diese Fehler/Schwächen sind nicht zu leugnen - was nicht heißt, dass dem einen oder anderen der Film nicht doch gefallen könnte. Warum auch immer...